Alle Jahre wieder: Preiserhöhung bei Tabakwaren

Schon 2010 wurde beschlossen, die Steuerabgaben für Zigaretten und auch andere Tabakwaren wie Feinschnitt-Drehtabak bis hin zum Jahr 2015 sukzessive zu erhöhen. Selbstverständlich blieb diese zusätzliche finanzielle Belastung nicht bei den Tabakkonzernen, sondern schlussendlich beim Endverbraucher, dem Raucher, hängen. Schließlich wollen die Hersteller ja keine Umsatzeinbußen erleiden.

Auch Anfang 2013 wurden die Steuer auf Tabakwaren wieder konsequent erhöht. Die Zigaretten traf es mit ca. 5-8 Cent pro normaler Schachtel (der genaue Wert ist von verschiedensten Faktoren wie Packungsgröße usw. abhängig), den Drehtabak aber sogar mit durchschnittlich 12 Cent pro Packung (35-40g). Nun wurden aber diese zusätzlichen Steuern von Anfang 2013 bis jetzt noch von den Herstellern getragen. Grund dafür dürfte wohl der “schöne, gerade” Preis von 5 Euro gewesen sein, an dem man allzu schnell nichts rütteln wollte.

Jetzt aber gab der Hersteller Philip Morris (der unter anderem die Marken Marlboro und L&M führt) an, dass es zu einer Preiserhöhung von ungefähr 20 Cent pro Schachtel kommen soll. Damit wäre dieser Preisaufschlag mehr als doppelt oder sogar dreimal so groß, wie eigentlich zum Ausgleichen der durch die neue Steuererhöhung entstehenden Umsatzeinbußen der Konzerne nötig wäre. Oder kurz gesagt: Die Hersteller nutzen die Steuererhöhung aus, um auch für sich selbst etwas mehr Profit herauszuschlagen. Andere Hersteller und Konkurrenzunternehmen zu Philip Morris haben bereits angegeben, jetzt nachzuziehen und ebenfalls die Preise zu erhöhen.

Als Grund für die gewaltige Preiserhöhung seitens der Konzerne wird offiziell angegeben, die Rohtabak-Preise hätten sich erhöht. Außerdem gibt man immer strenger werdenden EU-Auflagen und allgemein Werbeverboten usw. die Schuld. Es dürfte aber auch kein Geheimnis sein, dass die Umsätze der größten Tabakkonzerne Deutschlands vor allem durch den negativen Image-Wandel des Rauchens (welcher unserer Meinung übrigens nicht gerechtfertigt und lächerlich ist, sowie durch hetzerische Medienberichte vorangetrieben wird) schon seit einiger Zeit immer weiter zurückgehen und dass auch diese Tatsache ein Grund für den saftigen Preisaufschlag sein könnte.

Was auch immer schlussendlich wirklich dahintersteckt, eines ist klar: Raucher müssen heutzutage nicht nur in Zeiten der sozialen Diskriminierung und Ausgrenzung leben, sondern auch immer mehr mit finanziellen Problemen bedingt durch die Tabakpreise kämpfen. Wenn Sie Ihre Meinung zu diesem Thema loswerden wollen oder thematische Ergänzungen haben, so bitten wir Sie, einen Kommentar unter diesem Beitrag abzugeben.


Kommentare

Alle Jahre wieder: Preiserhöhung bei Tabakwaren — 5 Kommentare

  1. Jo und da fragt man sich halt wie man als armer schüler weiter rauchen soll. Naja mir schmeckts eh viel zu gut als das ich aufhören würde. muss halt gucken woher ich das geld bekomme

  2. Ich hab das Glück nahe der Grenze zu wohnen und kauf meine Kippen eh nur noch in Tschechien. Der ständige Preisanstieg “im Namen der Gesundheit” ist einfach so lächerlich, das kauft ihnen doch eh kein Mensch ab. Bestimmt ist die Hälfte der Politiker selbst Kettenraucher, aber die können es sich halt leisten. Ne, da kauf ich lieber in Tschechien ein, da stimtm wenigstens noch das Preisleistungsverhältnis, denn die Schachteln kommen mir auch immer luftiger vor bei uns.

  3. Irgendwie haben die Politiker den Begriff Steuer falsch verstanden. Steuern werden in Prozent des Warenwertes berechnet. Prozent kommt von per cento, von 100. Mehr als 100 von 100 geht nicht ! Aber , in Deutschland schon. Alkohol, 1000% Steuern, Sprit 120%, Tabak ? Wahrscheinlich ähnlich Alkohol, denn die Tabakproduzenten, bekommen ein paar Euro pro Tonne !
    Spätestens , wenn Tabak teurer wird, als ein gewisses Kraut, das auch gerne geraucht wird, kommt die Politik in Erklärungsnot.

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