Cadmium im Tabak

Zunächst muss hier angemerkt werden, dass im Tabak kein Cadmium an sich vorkommt. Cadmium selbst ist nämlich ein Metall und dieses kann von den Pflanzen aufgrund seiner Wasserunlöslichkeit überhaupt nicht aufgenommen werden. Gemeint sind von den ungebildeten Anti-Tabak-Lobbyisten hier wohl Cadmiumsalze,  die sich aus einem Cd2+-Kation und einem anderen Anion zusammensetzen. Diese sind wasserlöslich und könnten theoretisch so von der Wurzel der Tabakpflanze aufgenommen und schließlich beim Rauchen der getrockneten Blätter wieder freigesetzt werden. Dies passiert auch tatsächlich, denn jeder Boden enthält Stoffe wie Cadmium in Spurenmengen.

Nun ist aber Tabak bei weitem nicht die einzige Pflanze, die der Mensch konsumiert. Vom Getreide, aus dem Brot gemacht wird, von dem wir täglich essen, würde man niemals behaupten, es enthalte Cadmium. Tut es aber. Der Cadmiumgehalt im Brot beträgt 0,056mg/Kilogramm. Pro Zigarette sind dagegen lediglich 0,0005mg Cadmium enthalten. „Aber das sind doch auf das Kilogramm umgerechnet, weil eine Zigarette ca. 1g Tabak enthält, dann 0,5mg Cadmium, was einer 10-fachen Menge im Vergleich zu der im Brot entspricht“, höre ich die Tabakhetzer schon von hier rufen. Das mag stimmen, aber konsumieren Sie Tabak im gleichen Maßstab wie Brot? Eher nicht. Während man vom Brot schon einmal einen Kilo am Tag essen kann (oder eben Getreide in Form von anderen Backwaren), kann man wohl kaum einen Kilo Tabak am Tag in irgendeiner Art und Weise aufnehmen. Die Menge Tabak, die ein leidenschaftlicher Raucher täglich konsumiert, liegt wohl eher zwischen 10 und 20 Gramm (eine Zigarette enthält ca. 1g getrockneten Tabak). Anders und anschaulicher formuliert: Egal ob Sie 100 Zigaretten rauchen oder einen Kilo Brot essen, sie nehmen in beiden Fällen die genau gleiche Menge Cadmium auf.

Abgesehen davon, nehmen sie Cadmium auch noch durch den Verzehr von Fleischprodukten auf, denn vor allem in tierischen Nahrungsmitteln sind die Cadmiumgehalte nochmals um einiges höher als in anderen Lebensmitteln. Ein Beispiel sei mit der Schweineniere genannt: Hier sind überraschenderweise sogar 0,7mg/Kilo enthalten. Auch die meisten anderen Lebensmittel enthalten Spuren von Cadmium und anderen Schwermetallen. Anhand dieser Daten überlassen wir es nun Ihnen, die Ihnen von Medien und Tabakhassern indoktrinierten Pseudowahrheiten in Frage zu stellen und selbst das Denken anzufangen. Glauben Sie nicht alles, was Sie hören!

1/4 Laibbrot mit 20 Zigaretten

Gleicher Cadmiumgehalt: 1/4 Laib Brot – 20 Zigaretten


Kommentare

Cadmium im Tabak — 11 Kommentare

  1. Wenn das hier einen Versuch darstellt, das Rauchen mit seinen katastrophalen Folgen zu verharmlosen, dann ist es ein ganz und gar schlechter !

  2. Das hast du alle ja ganz wunderbar hochgerechnet, dabei allerdings einen sehr wichtigen Faktor vergessen: Die Resorptionsquote. Aus der Lunge werden 30-60 % des Cadmiums absorbiert, während aus dem Magen-Darm-Trakt nur etwa 5 % aufgenommen werden. Und schon macht es bezogen auf das Cadmium einen gewaltigen Unterschied ob ich 100 Zigaretten rauche oder 1 kg Brot esse. Anbei noch eine kleine Anmerkung über etwas, dass du deinen Lesern bisher vorenthalten hast: Polonium. Den Artikel möchte ich sehen, in dem du die Fakten darüber tatsächlich drehst! Nur mal ein Schmankerl für alle Raucher: Ein starker Raucher mit einem Konsum von 20-40 Zigaretten pro Tag könnte seine Lunge dafür auch gleich 250 Mal röntgen lassen – jährlich!!! Aber qualmt mal ruhig weiter, dann löst sich das Problem schon von ganz alleine. Ist nur ärgerlich, dass ihr dem Gesundheitswesen so viel Geld kostet mit euren monatelangen Krankenhausaufenthalten, in denen ihr jämmerlich dahinsiecht. Mit dem Rauchen aufhören kann man immer! Also los! :)

    • Dass Cadmium im Magen oder Darm nicht vollständig absorbiert wird- stimmt soweit. Allerdings möchte ich gerne Ihre Quelle dafür sehen, dass die Resorptionsquote in der Lunge so hoch ist. Zudem haben wir für die Cadmiummenge pro Zigarette die höchste angegebene Menge herangezogen, also einen Maximalwert. Die tatsächliche durchschnittliche Belastung liegt ca. 5-10x unter dem angegebenem Wert.

      Zu dem Polonium: Es ist wahr, dass Tabakpflanzen mit ihren Blatthärchen feinste Partikel aus der Luft herausfiltern und so auch Polonium anreichern- dies tun aber auch zig tausend andere Pflanzen, die wir täglich konsumieren. Niemand kümmert sich darum, wieviel Schwermetalle die Pfefferminz-Pflanze (bevor sie im Tee eines jeden Deutschen landet) im Laufe ihres Wachstums absorbiert hat, und das zu Recht, es ist einafch unglaublich wenig. Dass die Radioaktivität nur dem ach so bösen Tabak, einer Pflanze wie jede andere auch, zugesprochen wird, ist Ergebnis jahrzehntelanger Verdrehung der Tatsachen und eines Kreuzzuges gegen das Rauchen.

      Beim Rauchen von einer Schachtel Zigaretten täglich nimmt der Mensch soviel radioaktive Stoffe auf (nicht nur das radioaktive Polonium-Isotop), dass es zu einer zusätzlichen jährlichen Belastung von 0,1-1 Millisievert kommt. Gehen wir also von einer durchschnittlichen zusätzlichen Belastung von 0,5mSv pro Jahr aus.

      Um das in Relation setzen zu können, muss man wissen, dass die normale Strahlenbelastung pro Jahr und Mensch, ganz ohne Tabakkonsum, bei ca. 4mSV liegt. Insofern hat die zusätzliche Belastung von 0,5 mSv keine allzu große Wirkung. Schlimmer wäre es, wenn jemand in einem Gebiet wohnt, wo die natürliche Strahlung durch die geologische Zusammensetzung des Bodens (viel Uran-Mineralien etc.) eine hohe Menge des radioaktiven Edelgases Radon freisetzt, denn dieses Gas sorgt schon im Durchschnitt für 1 mSv pro Mensch und Jahr. In entsprechend “verseuchten” Gebieten kann die Belastung noch um ein vielfaches steigen. Wieso macht sich hier keiner Gedanken?

      Wir wollen auf unserer Seite das Rauchen nicht komplett verharmlosen, auch wenn Sie das vllt. denken. Aber viele Dinge, die so in Umlauf gebracht werden, sind einfach an den Haaren gezogener Schwachsinn. Cadmium und Polonium im Tabak sind wohl kaum das wahre Problem- wir sehen da vielmehr das Problem der polyaromatischen Kohlenwasserstoffe (Benzoapyren etc.) die für das bei jahrzentelangem Kettenrauchern zugegebenermaßen erhöhte Krebsrisiko verantwortlich sind.

      MfG, Tabak-Lüge;

      • Dieser Artikel ist zwar schon eine Weile her aber ich möchte hier kurz bestätigen, dass die Cadmium Aufnahme über die Lungen in der Tat bei bis zu 50% oder sogar mehr liegen kann.
        Die hängt von der Partikelgröße ab. Hier zitiere ich einen Artikel von Hygeia.de “Das Cadmium im Tabakrauch ist ein Grund, weshalb Raucher und besonders Raucherinnen im Alter vermehrt unter Osteoporose leiden und ein deutlich höheres Knochenbruchrisiko haben.”
        Ich will nicht sagen, dass jeder Raucher an Lungenkrebs leiden wird oder andere Probleme bekommen wird, aber als Medizinstudent lerne ich grade die biochemischen Prozesse und den Metabolismus von u.a. Cadmium und es entspricht der Wahrheit, was zuvor hier auf der Seite gesagt wurde. Falls ihre Werte betreffend der Belastung durch radioaktive Substanzen stimmen, dann gebe ich ihnen recht, das diese eine minimale Rolle spielt. Was Cadmium betrifft ist vor allem das Passiv rauchen gefährlich, da die im Rauch enthaltenen Cadmiumgas-Verbindungen leichter aufgenommen werden, daher wird empfohlen, dass wenn man raucht, es an der frischen Luft tun sollte um sich selber und andere nicht extra zu gefährden, denn Raucher würden dann sowohl passiv als auch aktiv rauchen logischerweise. Die Folgen von Cadmium möchte ich jetzt nicht aufzählen, aber sie können durchaus gravierend sein und dabei betrifft es nicht nur die Lunge, sondern Leber, Niere und andere Bereiche wie Potenzfähigkeit und Schwangerschaft. Als Quelle reicht es wenn sie einfach googlen “Cadmium Lungen”. Da gibts genug Seiten, ich wollte dies nur für zukünftige Leser dieses Artikels erwähnen.

        MfG
        Future Five

    • ich und einige meiner Freunde rauchen seit 30 Jahren ca 30 Zigaretten täglich. Keiner hat gesundheitliche Probleme, ganz im Gegenteil wir sind eigentlich nie krank während unsere nichtrauchenden Frauen ständig an kleinen Infekten etc. leiden oder teilweise psychische Probleme haben. Ich denke dass es daran liegt dass ein Raucher sich mit einer Zigarette in Stressituationen entspannt und zur Ruhe kommt während ein Nichtraucher diese Möglichkeit nicht hat. Stress ist der Ursprung allen Übels, Zigaretten bauen Stress ab….

      • Ein Mensch ist hier und dort gelegentlich in Stresssituationen. Ein Jeder bewältigt diese unterschiedlich – der eine besser, der andere weniger gut. Aber klar ist doch wohl: Ein Raucher bürgt sich selbst noch eine Portion Stress auf, weil er halt eben raucht. Natürlich entspannt die Zigarette – und schon kann man sich an die Arbeit machen, die gelegentlichen Stresssituationen abzubauen (was ein Nichtraucher auch täte). Dennoch, wie würde ein Raucher handeln, wenn er die Zigaretten nicht hätte? Das sagt mir: Ein Raucher und ein Nichtraucher gehen die Dinge ähnlich an, außer der Raucher hat keine Zigarette: Dann nicht – das zeigt die Sucht… Zigaretten erzeugen den Stress, um diesen dann eben wieder mit Zigaretten abzubauen – ein Teufelskreis…

  3. Bei der ganzen Thematik sollte man vielleicht auch nicht ganz außer Acht lassen, dass es den “Placebo-Effekt” tatsächlich gibt und dass oftmals sowohl über die Wirkungsweise von Medikamenten als auch die Wirksamkeit von allem was wir sonst so zu uns nehmen (Tabak, Brot, etc.) nicht so sehr davon abhängt, was wir im einzelnen konsumieren, sondern vielmehr davon, mit welchem Genussgefühl oder Bewusstsein; ja sogar mit welchen Überzeugungen und Erwartungshaltungen wir es konkret tun.

    Wenn wir nun rauchen oder bloss passiv Rauch einatmen und haben ständig im Kopf, wieviele tausende giftiger Stoffe darin enthalten sein könnten und auf wie viele Weisen diese dem Körper schaden könnten kann das ja für das Genusserlebnis an sich keineswegs förderlich sein. Damit beeinflusse ich die Wirkung ja dann zu meinem eigenen Nachteil weil ich den Placebo-Effekt zu meinem eigenen Nachteil programmiert habe. Schön blöd, dennoch weit verbreitet!

    Also was auch immer wir konsumieren lasst uns doch einfach unsere Aufmerksamkeit auf schöne verbindende, inspirierende, entspannende, befriedigende und anregende Gespräche, Themen und Momente im Leben legen, wegen derer wir überhaupt Brot, Fleisch, Tabak etc. konsumieren dürfen. So selbstverständlich ist das ja nunmal nicht dass wir überhaupt genießen können, oftmals ja das wählen können, was wir gerne konsumieren und sogar manchmal noch eine echte Wahl haben.

    Was ich nun eigentlich zur Diskussion stellen wollte ist, dass Wertschätzung und Genuss die negativen Wirkungen einzelner Substanzen um ein vielfaches gut machen können, wenn wir die Sache richtig und bewusst angehen und nicht irgend jemandem (Cadmium, Radioaktivität, etc.) oder etwas (den bösen Rauchern, die die Gesundheitskasse belasten bla!) ständig nur den Schwarzen Peter zuschieben um unsere eigenen Unzulänglichkeiten zu vertuschen.

    Also dann zum Wohl! Flo

  4. Dieses überaus beeindruckende Zitat sei hiermit noch erwähnt:

    Gibt es denn etwas von Gott Geschaffenes,
    das nicht mit einer großen Gabe begnadet wäre?
    Das nicht dem Menschen zum Nutzen angewendet werden könnte?
    Wer das Gift verachtet, der weiß nicht, was im Gift ist.
    Gibt es überhaupt etwas, das nicht giftig wäre?
    Alle Dinge sind Gift – und nichts ist ohne Giftigkeit.
    Allein die Dosis macht, daß etwas giftig wird.

    Paracelsus
    Arzt und Naturforscher 1493 – 1541

    Anzumerken sei von meiner Seite nun ca. 500 Jahre später allerdings noch, dass der Begriff Dosis neben der tatsächlichen Menge eben noch beinhalten sollte, dass das Bewusstsein, Überzeugung, Regelmäßigkeit und Genusgefühl, mit derer man etwas zu sich nimmt eben auch über Giftigkeit entscheiden. Vielleicht hat der gute Paracelsus diesen Begriff ja sogar genau so verstanden?

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