Methanol im Tabak

Methanol ist ebenso wie Aceton eine flüchtige, leichtentzündliche Flüssigkeit, allerdings im Gegensatz zu diesem ohne Zweifel stärker giftig. Es sorgt desöfteren für Schlagzeilen, wenn es mal wieder in östlichen Ländern zu Todesfällen durch das Trinken von alkoholischen Getränken, die mit Methanol gepanscht wurden, kommt. Methanol ist dem “normalen” Trinkalkohol Ethanol sehr ähnlich, allerdings ist es aufgrund der Tatsache, dass es im Körper zu der giftigen Ameisensäure metabolisiert wird, wesentlich gesundheitsschädlicher. Die tödliche Dosis beim Methanol beträgt 10-100mL, beim Ethanol hingegen liegt sie für nicht alkoholtolerante Menschen bei ca. 250mL. Für das Methanol gelten bezüglich der Freisetzung aus brennendem Tabak die selben Argumente wie beim Aceton: Es wird durch die Glut oxidiert und kann gar nicht erst in den menschlichen Körper gelangen.

Sollten doch geringe Mengen des Stoffes in den Körper gelangen, ist das ebenfalls kein Problem. Methanol wird aufgrund der strukturellen Ähnlichkeit zum Ethanol genauso schnell durch Enzyme abgebaut und kann in diesen geringen Mengen keinen Schaden anrichten. Auch in richtig hergestellten alkoholischen Getränken sind teilweise beträchtliche Mengen an Methanol enthalten. So mancher Birnenschnaps enthält bis zu 5g/L Methanol. Vielleicht haben auch Sie schon beobachtet, dass Sie nach dem Genuss einer bestimmten Art von Alkohol am nächsten Tag einen schlimmeren Kater haben, als wenn sie etwas anderes getrunken hätten: Das liegt daran, dass der Gehalt an Fuselalkoholen (zu denen vor allem das Methanol gerechnet wird) sehr starken Schwankungen unterliegt.

methanoltabak

“Chemische Struktur des Methanols”


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