Schwermetalle im Tabak

Leider wird auch immer wieder das Gerücht verbreitet, in Tabak seien bedenkliche und gesundheitsgefährdende Mengen an Schwermetallen enthalten. Zu den Schwermetallen zählen übrigens Blei, Cadmium oder Quecksilber. Aber auch nur leicht giftige Stoffe wie Kupfer oder Nickel gelten als Schwermetalle. Besonders das Cadmium wird in Verbindung mit dem Rauchen oft genannt. Deswegen haben wir für dieses auch eine eigene Seite eingerichtet, wo wir mit dem Mythos endgültig aufräumen. Aber wie gesagt, auch andere Schwermetalle werden oft in diesem Zusammenhang genannt.

Zunächst muss ganz klar sagen, dass Tabak mit Sicherheit Schwermetalle enthält. Allerdings ist nicht nur die Tabakpflanze betroffen, sondern eigentlich die ganze Botanik des kompletten Planeten. Es ist nun einmal so, dass im Boden und in der Luft, egal wo Sie sich befinden mögen, Spuren von allen möglichen Dingen herumschwirren. Wussten Sie, dass sich im Durchschnitt mit jedem Atemzug 3 Moleküle jenes Sauerstoffs einatmen, den Gaius Julius Cäsur bei seinem letzten Atemzug ausgeatmet hat? Mit diesem Beispiel wollen wir zeigen, dass es nicht darauf ankommt, OB ein Stoff enthalen ist, sondern vielmehr WIEVIEL DAVON enthalten ist. Nehmen wir uns einmal das Beispiel Quecksilber heraus. In höheren Mengen ist Quecksilber ein sehr gifitges Schwermetall, werden hohe Mengen davon aufgenommen, kommt es zur Entwicklung der sog. Minamate-Krankheit, die mit leichten Symptomen wie Muskel- und Gelenkschmerzen beginnt und sich über Lähmungen, komatöse Zustände immer weiter bis hin zum Tod verschlimmert. Bereits eine Menge von 10-50mg (je nach Art der Quecksilberverbindung) kann eine solches Krankheitsbild auslösen. Hätte man eine reine Quecksilberverbindung vor sich, entspräche diese Menge einer Messerspitze.

Sieht man sich aber nun einmal den Quecksilbergehalt in einer Zigarette an, so stellt man fest, dass dieser nur rund 0,004mcg beträgt! Man müsste also eine Million Zigaretten rauchen, um 4mg Quecksilber aufzunehmen. Ein Genussraucher braucht hierfür 30-50 Jahre. Und obwohl Quecksilber leider zu den Giften gehört, die sich tendenziell eher  im Körper akkumulieren, d.h. nicht allzu schnell abgebaut werden können, kann man sicher sein, dass über einen Zeitraum von 30 Jahren all das Quecksilber von zu Beginn schon längst wieder abgebaut und aus dem Körper ausgeschwemmt worden ist. Mit all den anderen Schwermetallen verhält es sich ähnlich, wobei diese meist auch noch weitaus weniger toxisch als das schon sehr giftige Quecksilber sind.

 


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