Aussaat und Keimung

Anfang März 2013- Vorüberlegungen und Allgemeines

Wir bei Tabak-Lüge haben es uns zum Ziel gesetzt, selbst verschiedene Tabaksorten anzubauen, um daraus Rohtabak zu gewinnen, welchen wir u.a. zu Zigaretten und Shisha-Tabaken weiterverarbeiten werden. Dabei fiel unsere Wahl auf die folgenden Standard-Sorten:

  • Virginia-Tabak (Nicotiana Tabacum)
  • Samsoun-Orient-Tabak (Nicotiana Tabacum)
  • Santa de Domingo-Tabak (Nicotiana Rustica)

Der Virginia-Tabak ist ein Grundlagen-Tabak, der vor allem in American-Blend Mischungen einen Großteil des eingesetzten Tabaks ausmacht. Der Samsoun-Tabak gehört zu den bekanntesten und beliebtesten Orient-Sorten überhaupt. Sie werden vor allem als Aroma-Komponente in Mischungen eingesetzt. Der Santa de Domingo gehört botanisch eigentlich gar nicht in die Art Nicotiana Tabacum, also zum Rauchtabak. Die auch Bauern- oder Veilchentabak genannte Pflanze wird nicht ganz so groß wie der normale Tabak, hat es dafür aber in anderer Hinsicht in sich: Die getrockneten können einen Nikotingehalt bis zu 9% aufweisen (zum Vergleich: Zigarettentabak enthält ca. 1-3% Nikotin). Mit Bauerntabak sollte deswegen vorsichtig umgegangen werden. Um genügend Material für das Experimenten mit verschiedenen Mischungsverhältnissen und diversen Aromatisierungen bei der Heim-Herstellung von Zigaretten und Shisha-Tabak zu haben, streben wir an, schlussendlich einige Kilogramm Trockentabak zu erhalten. Eine Pflanze wirft übrigens, je nach Sorte und Anbaubedingungen, ca. 100-200g Tabak ab.

15.03.13: Aussaat der Tabaksamen

Die Samen werden am besten auf Blumenerde oder Anzucht-Erde ausgesät. Wichtig ist es, die Samenkörner nicht in die Erde zu drücken, denn Tabak ist ein Lichtkeimer. Wenn möglich sollte man zwischen den einzelnen Samen einen kleinen Abstand einhalten, um sie später leichter voneinander trennen zu können, ohne die Pflanzen zu verletzen. Ein genaues Platzieren gestaltet sich allerdings wegen der winzigen Samengröße relativ schwer. Die sehr kleinen Tabaksamen brauchen bis zu ihrer Keimung etwa 1-2 Wochen. Während dieser Zeit muss die Aussaat- oder Blumenerde immer recht feucht gehalten werden. Um eine gleichmäßige Befeuchtung zu generieren, bedient man sich am besten einer Wassersprüh-Flasche. Nachdem wir zuerst versucht hatten, kleine Aussaat-Schalen zu verwenden und feststellen mussten, dass diese zu schnell wieder austrocknen, haben wir uns dafür entschieden, große Plastikdosen, entweder mit einem durchlöcherten Deckel oder einer durchlöcherten Glassichtfolie, zu benutzen. Das ganze sieht dann ungefähr so aus:

Aussaat-Gefäß

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

20.03.13: Keimung der ersten Samen

Durch den entstehenden Treibhauseffekt (Wärme und Feuchtigkeit bleiben eher in/um die Erde und verflüchtigen sich nicht) konnten wir schließlich schon nach 5 Tagen die ersten Keimlinge sehen. Hier sehen Sie Exemplare des Virginia-Tabaks. Gut ersichtlich sind die verschiedenen “Stadien” des Keimens.

Keimlinge

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

01.04.13: Fast alle Samen sind gekeimt

Grob zwei Wochen nach der ursprünglichen Aussaat waren endlich fast alle der Samen aufgegangen. Manche der “älteren” Keimlinge waren in dieser Zeit auch schon etwas gewachsen, wenn auch nur marginal. Im folgenden sehen Sie Bilder von jeweils den Keimlingen der Tabaksorten (von oben nach unten: Virginia, Samsoun Orient, Santa Domingo). Es fällt auf, dass die insbesondere die Bauerntabak-Sprösslinge schon eine beachtliche Größe erreicht hatten.

Virginia-Keimlinge

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Samsoun-Orient-Keimlinge

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bauerntabak-Keimlinge

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Da mittlerweile so gut wie alle Samen gesprießt sind, kann man nun die Klarsichtfolien- oder Deckelbedeckung abnehmen, sobald die Keimlinge geschlüpft sind, ist keine deart hohe Feuchtigkeit mehr nötig. Ein positiver Nebeneffekt ist, dass das Risiko der Schimmelbildung vermindert wird. Es versteht sich von selbst, dass man die Keimlinge trotzdem nicht austrocknen lassen darf.

08.04.13: Die Pflänzchen sind bald zum Pikieren geeignet

Es ist nun eine Woche vergangen, seit die meisten Samen gekeimt sind. Die schon länger gekeimten Pflänzchen haben mittlerweile eine schon beachtliche Größe erreicht. Die meisten haben auch schon ein richtiges Blattpaar, d.h. es wird bald Zeit sie zu pikieren und in einzelnen Töpfen weiterwachsen zu lassen. Allerdings wollen wir noch ein paar Tage damit warten. Untenstehend sind die Bilder (wieder der Reihe nach: Virginia, Samsoun, Santa Domingo). Die kleinen Virginia-Pflänzchen sind sehr dicht gewachsen, was beim Pikieren noch ein Problem werden könnte, anscheinend haben wir die Samen nicht gut genug auf der Erde verteilt.

Virginia-Pflänzchen

 

 

 

 

 

 

 

 

Samsoun-Pflänzchen

 

 

 

 

 

 

 

 

Bauerntabak-Pflänzchen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hier geht es weiter mit: Pikieren und Umtopfen;