Eine Anleitung zum Selbstdrehen von Zigaretten

Obwohl die meisten Raucher fabrikgefertigte Fertigzigaretten bevorzugen, haben sich auch einige andere (oft auch aus finanziellen Gründen) für das Drehen oder Stopfen entschieden. Beim Drehen werden Zigaretten selbst per Hand hergestellt, indem man Drehtabak und einen Filter in ein Paper einwickelt. Es gibt auch kleine Drehmaschinen für diejenigen, die mit nicht ganz soviel Fingerspitzengefühl gesegnet worden sind. Das Stopfen unterscheidet sich insofern vom Drehen, als dass der Filter schon in ein leeres, aufgerolltes Paper eingearbeitet ist und der Tabak nur noch mit einer Stopfmaschine hineingepresst werden muss. Die durch das Stopfen entstehenden Zigaretten haben eine ähnlich hohe Qualität wie die aus der Fabrik, während man den gedrehten meist sofort ansieht, dass die privat hergestellt worden sind.

Wie funktioniert das Drehen?

Für das Drehen benötigt man nur einige wenige Utensilien, und zwar die sogenannten Papers (die bekannteste Marke ist hierbei OCB), einen Drehtabak (hiervon gibt es dutzende Marken, auch die klassischen Zigarettenhersteller wie Marlboro und Lucky Strike bieten Drehtabake an) und einen einzusetzenden Filter (außer man raucht gewohnheitsmäßig ohne Filter). Für Leute mit geringerm Fingerspitzengefühl gibt es auch kleine Drehmaschinen, dazu aber später mehr. Nun zuerst eine allgemeine Anleitung zum Drehen:

Drehtabak-Zubehör in der Übersicht

 

Man nimmt das gewünschte Paper mit der linken Hand mit Daumen, Zeige- und Mittelfinger und verbiegt es zu einer leichten Rinnenform. Mit der rechten Hand zieht man etwas Tabak aus dem Drehtabak-Beutel und legt ihn längsförmig in das Paper.

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Vorlegen des Tabaks

 

Dann zupft man mit beiden Händen den Tabak gleichmäßig zurecht, wobei man darauf achtet, dass auf der einen Seite zum Ende etwas mehr Platz freibleibt.Hier wird nämlich jetzt der Filter eingesetzt.

Filter wurde eingesetzt

Dann greift man, falls man das nicht eh schon die ganze Zeit über getan hat, das Paper mitsamt dem Inhalt mit der Hand links und rechts jeweils mit Daumen, Zeige- und Mittelfinger, wobei der Daumen vor und die anderen beiden Finger hinter dem Paper sind. Jetzt beginnt man langsam den Daumen gegen die anderen beiden Finger zu bewegen, da bei dreht sich der Tabak im Paper fest. Ist man fertig, sollte er ein langes, “wurstförmiges” Garn ergeben. Jetzt leckt man das Paper am Klebestreifen noch der Länge nach an und versucht dann möglichst in einem Schwung es in einer möglichst runden Form zuzukleben. [/topclomn]

Kurz vor dem Aufrollen der Zigarette

Dies stellt den schwierigsten Teil des ganzen Unterfangens dar. Bei den ersten Versuchen werden die Zigaretten noch etwas verbeult aussehen, aber das bessert sich auch bald.

Eine sehr schlecht gedrehte Zigarette

 

Solide gedrehte Zigarette

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Falls Sie es auch nach langer Übung nicht schaffen, schöne Zigaretten zu bekommen, legen Sie sich doch das benannte Drehhilfegerät zu. Es kostet nur einige Euro. Falls Sie unter dem Tag nicht sonderlich viel Zeit haben, können Sie auch daheim abends Ihre Ration Zigaretten für den nächsten Tag “vordrehen”. Ein nicht zu vernachlässigender Teil der Raucher tut das. So erspart man sich auch das ständige Ein-und Auspacken der Tabakwaren während der Rauchzeiten und man muss sie auch gar nicht erst mitnehmen: Man füllt einfach seine selbstgedrehten Zigaretten in eine Schachtel und führt diese mit sich. Auf diese Art und Weise ist man nicht mehr eingeschränkt, als wenn man eine Schachtel Fertigzigaretten dabei hätte.